Interview mit David Pearce (aka "EvilDave") von der Nxt Foundation (Stiftung) auf allcoinsnews.com

Titel: "Die Nxt-Foundation positioniert die Plattform als Alternative zum Bankensystem".
Zusammenfassung des englischen Originals von http://allcoinsnews.com/2015/11/21/nxt-foundation-positions-platform-to-entirely-replace-legacy-banking-systems/)
EvilDave

EvilDave spricht über die Altlasten, die die Banken haben und dass eine blockchain-basierte Open-Source-Lösung ihnen aus dieser Situation heraus helfen könnte. Es gäbe zwar mehrere Blockchains, die entsprechende Funktionen anbieten würden, aber Nxt wäre am weitesten fortgeschritten, um einen vollständigen Ersatz zum Bankensystem zu bieten. Er würde selber auf Crypto-Währungen setzen und die meisten seiner persönlichen Finanzen mit NXT und BTC verwalten.

Im weiteren geht es um eine mögliche Migration der Banken und wie diese ausgestaltet werden könnte. EvilDave empfiehlt eine langsame Umstellung mit der gebotenen Vorsicht, diese könnte durchaus mehrere Jahre dauern.
Dann kommen sie zu einem häufig genannten Kritikpunkt an Nxt: die langsame Transaktionszeit. Aktuell können nur 4 Transaktionen pro Sekunde bewältigt werden, was nicht ausreichend für eine große öffentliche Bank wäre. Allerdings wäre es mehr als genug für eine kleine Privatbank, außerdem könnte diese Bank die Nxt-Technologie lizenzieren und eine eigene private Blockchain aufbauen. Also wäre die Geschwindigkeit des öffentlichen Nxt-Netzwerks nicht so wichtig, meint EvilDave.

Dann erwähnt er noch kurz die sogenannten "White Label" Blockchains, die Nxt ab Mitte 2016 anbieten will. Außerdem noch die bereits heute verfügbaren Systeme "Asset Exchange" und "Monetary System", die kundenspezifische bzw. halb-private Anlageformen auf der Nxt-Blockchain realisieren. Er geht auch auf die Unterschiede und Vor- und Nachteile von öffentlichen und privaten Blockchains ein.

Dann wird nach der Konkurrenzsituation durch Alternativen, wie dem von 25 Banken aufgesetzten Projekt "R3" gefragt. Dazu EvilDave: wir versuchen gar nicht, damit zu konkurrieren! Es wurden zwar schon Gespräche mit mehreren Banken geführt, aber dieser Markt wird nicht aggressiv bearbeitet. Nxt sei erst 2 Jahre alt und noch weit von Banken-Standards entfernt. Aber mit dem Erscheinen der "White Label" Technik wird Nxt sich diesen Markt intensiver vornehmen!

Die Projekte "44Phones" und "Drachmae" werden erwähnt und gefragt, wie es dort weiter geht und ob es bei Nxt demnächst mehr solcher Anwendungsfälle geben wird. EvilDave antwortet hierauf, dass diese Projekte nicht von Nxt kontrolliert werden, sondern eigenständige Projekte von Drittanbietern sind. Das Nxt-Personal hat lediglich in technischen Fragen beratend zur Seite gestanden.

Dann ein kurzer Abstecher zur Nxt-Funktion der Abstimmungen auf der Blockchain, verbunden mit der Frage, ob sie schon Regierungen angesprochen haben, dieses für Wahlen zu benutzen. Da gab es wohl letztes Jahr einige Kontakte, auch mit NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen), aber es ist nichts aufregendes dabei herausgekommen. Zur Zeit wird das Abstimmungssystem benutzt, um in der Nxt-Gemeinschaft über Aspekte von kommenden Nxt-Funktionen zu entscheiden.

Dann die Frage nach Tennessee. Die gesteckten Ziele seien sehr ergeizig: Neuausrichtung der Marketing-Strategie durch Überarbeitung der Web-Präsenz, Aufbau eines Teams für die sozialen Netze und einer PR-Firma, Erhöhung der Zahl von Nxt-Anwendungsfällen und Förderung von nxt-basierenden Projekten und Investoren. Wie wird das finanziert und wie läuft es bisher? EvilDave erwähnt daraufhin die Spendenkampagne durch die Nxt-Gemeinschaft, die ja sehr ausführlich auf nxtforum.org dokumentiert ist. Bis jetzt entwickle sich Tennessee gut. Es sei viel am Grundstock von Webseite und PR gearbeitet worden, dies schließt die Anstellung von John McLeod ein, der den Kontakt mit den Medien herstellen soll und hier auch schon Erfahrung mitbringt. Mit einer anderen Gruppe wird an der Front der sozialen Netze gearbeitet und sie haben gerade beim neuen CORE Magazin mitgeholfen. Das letzte Projekt, das sie eingefangen haben, ist Farlaweb (holländisches Web-Design-Unternehmen) - was ein bisschen umstritten war. Dafür, dass Tennessee erst Anfang November gestartet ist, seien sie mit dem bisherigen Fortschritt zufrieden!

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